Hverir

Heiß heiß geht es zu im Norden Islands

Ist der Norden Islands genau so faszinierend wie der Süden Islands? Am Weg in den Norden stellte ich mir diese Frage öfters, denn der Süden Islands war für mich einfach atemberaubend. Doch auch der Norden Islands lässt einen wieder staunen und ist ebenso vielfältig wie der Süden.

Was sollte man sich im Norden Islands nicht entgehen lassen?

Im Norden Islands ist die Gegend um den See Mývatn sehr sehenswert. Dort gibt es eine Vielzahl an Ausflugsmöglichkeiten und Naturschönheiten aufgrund des vorherrschenden Vulkanismus. Der Leirhnjúkur ist ein aktiver Vulkan und es gibt noch einige heiße bzw. warme Stellen. Ein etwas mulmiges Gefühl hatte ich schon, als wir durch dieses Gebiet gewandert sind und das war nicht nur wegen dem so gut riechendem Schwefel.

Schwefelquellen am Leirhnjúkur

Schwefelquellen am Leirhnjúkur

Unweit von Leirhnjúkur liegt das Hochtemperaturgebiet Hverir, welches aus einer Vielzahl an Dampfkesseln, kochenden Schlammtöpfen und heißen Quellen besteht. Generell heißt es hier: Nase zu und durch! Dieses Gegend hat mich sehr beeindruckt, da man dem aktiven Vulkanismus sehr nahe ist.

Hverir

Dampfkessel in Hverir

Der See Mývatn ist bekannt für die vielen Mücken, die einen ständig und überall begleiten – da gibt es definitiv bessere Wegbegleiter! Rundum den See gibt es so genannte Pseudokrater, die jedoch keinen vulkanischen Ursprung haben und einige Tafelberge sowie Schildvulkane.

See Mývatn in Island

Mývatn und im Hintergrund ein Tafelberg

Östlich des Mývatn liegt das Lavafeld Dimmuborgir. Über eine Vielzahl an kleinen Wegen kann man durch die Gesteinsformationen wandern und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Unter anderem kann man eine Kirche und einige Ruinen bewundern. In der isländischen Mythologie heißt es, dass dort die Elfen und Trolle beheimatet sind. Besonders im Herbst sind die Kontraste und Farben herrlich!

Dimmuborgir in Island

Dimmuborgir

Dimmuborgir in Island

Lavafeld

Wer noch ein bisschen mehr isländische Mythologie kennenlernen möchte, der sollte noch die Felsspalte Grjotagjá besuchen. Dort kann man die Verwerfungszone zwischen der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatte erkennen. In der Höhle befindet sich ein kleiner See mit Heißwasser und dort soll der Eingang zur Hölle liegen. Leider hatten wir sehr trübes Wetter – bei Sonnenschein ist der Lichteinfall in der Höhle bestimmt wunderschön.

Grjotagjá in Island

Grjotagjá

Genug vom Vulkanismus, auf zum nächsten Wasserfall! Der Goðafoss ist ein hufeisenförmiger Wasserfall, in den ich mich bei tief stehender Sonne wahrlich verliebt habe. Ich könnte heute noch in der Nähe der Fallkante sitzen und dahin träumen.

Goðafoss in Island

Goðafoss

Was bietet der Norden Islands noch?

Wer genug von Wasserfällen, Vulkanismus & Co hat, dem kann ich eine Whale Watching Tour in Husavik ans Herz legen. Gentle Giants bietet eine 3-stündige Tour an und auch ich hatte das Glück Zwergwale zu sehen! Für die Linse waren die Tierchens dann doch zu flott.

Zudem empfehle ich euch einen Abend Entspannung im Naturbad von Mývatn. Das Naturbad bezieht sein Wasser aus einer Bohrung und im Becken spürt man die Stellen an denen das warme Wasser eindringt. Ein etwas teurer Spaß aber dieses einzigartige Erlebnis war es mir wert.

Naturbad am Mývatn

Naturbad am Mývatn

Des Weiteren kann man einen Ausflug zu den beiden Wasserfällen Dettifoss und Selfoss machen. Der Dettifoss ist der leistungsstärkste Wasserfall Europas und einfach nur gewaltig. Er ist nicht schön oder bezaubernd, sondern ein richtiges Ungetüm.

Die Kurzfassung des vielen Blabla’s:

Der Norden von Island ist ebenso faszinierend wie der Süden und vor allem der aktive Vulkanismus ist sehr beeindruckend. Die gefahrene Strecke ist ca. 200 Kilometer lang. 2,5 Tage waren für dieses Programm eher knapp. Gerne hätte ich noch eine Wanderung im Krafla Gebiet gemacht und mir mehr Zeit gelassen.
Die absoluten Must-See’s sind:

  • Leirhnjúkur
  • Hverir
  • Dimmuborgir
  • Goðafoss

Du hast mich nun auf folgender Route begleitet:

Reiseroute Norden Island

Reiseroute Norden Island © Google Maps

Abschließend noch ein kleiner Tipp: Im Gebiet um Mývatn ist das Campen strengstens verboten – es stehen auch überall Schilder. Das ist die einzige Region, wo wir länger nach einem Schlafplatz gesucht haben. Etwas außerhalb in Richtung Husavik gibt es einige Möglichkeiten am Straßenrand.

2 Gedanken zu “Heiß heiß geht es zu im Norden Islands

    • Dori schreibt:

      Hallo Laenschi.
      Es freut mich, dass ich die Reiselust in dir geweckt habe. Hoffentlich kannst du dein Fernweh bald stillen.
      Viele Grüße
      Dori

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