Seljalandsfoss

Der faszinierende Süden Islands

Endlich September. Die Vorfreude war riesig und stieg ins Unermessliche nach Abschluss meiner Reiseplanung 2 Wochen zuvor (Reiseplanung). Packen und ab in den Flieger. Yes, Baby – endlich geht es los. Wohoooo.

Mit der grünen Biene einmal um Island. Ein Traum und schwierig überhaupt Worte für dieses Land zu finden. Island beeindruckt durch seine vielfältige Natur und die Weite. Einfach herrlich für jeden der fernab von Trubel, Stress und vielen Menschen entspannen möchte.

Was bietet der Süden von Island?

Die erste Etappe beinhaltet im Wesentlichen den sogenannten „Golden Circle“ mit Þingvellir, dem Geysir Strokkur und dem Wasserfall Gullfoss. Hier tummeln sich noch jede Menge Touristen, die in Bussen möglichst nahe zu den jeweiligen Orten gekarrt werden. Und dennoch war ich auch begeistert vom Strokkur, der regelmäßig einfach PuffPui macht und eine 20-30 m hohe Wassersäule in den Himmel jagt. Der Gullfoss war auf seine eigene Art&Weise beeindruckend. Einfach weil er der erste Wasserfall auf Island war. Einfach weil man so nahe rangehen konnte. Einfach weil man in Island sowieso überall mittendrin statt nur dabei ist.

Gullfoss

Gullfoss

Den Kratersee Kerið kann ich euch nur wärmstens empfehlen. Die Farbenvielfalt an diesem Ort ist einfach unbeschreiblich. Dort habe ich auch zum einzigen Mal „Eintritt“ bezahlt und ich muss sagen: es hat sich gelohnt! Leider konnte ich die ganze Schönheit des Sees nicht genießen, da es sinnflutartig geregnet hat.

 

Bevor wir uns in der nächste Etappe endgültig auf die Ringstraße Hringvegur wagten, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Hjálparfoss. Entlang des Flusses Þjórsá gestaltete sich die Fahrt sehr idyllisch und endlich waren nur noch wenige Touristen zu sehen. Der Hjálparfoss besticht schlichtweg durch sein malerisches, einfaches Dasein. Dieser kleine Umweg lohnt sich auf jeden Fall.

Hjálparfoss

Hjálparfoss

Und die Reise geht weiter… zum nächsten Wasserfall. Ja, in Island gibt es einige Wasserfälle, aber dennoch könnten sie unterschiedlicher nicht sein.

Der Seljalandsfoss war für mich besonders, weil man hinter den Wasserfall gehen kann und er trotz seiner Höhe von 66 m eher ein Wasservorhang als ein Wasserfall ist.

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss

Nun zu einem meiner absoluten Highlights der ganzen Islandreise: Landmannalaugar. Diese Gegend gilt als eine der schönsten Islands. Die Farben- und Landschaftsvielfalt ist gewaltig: Vulkanismus, heiße Quellen, kalte Quellen, grüne Moose, Gesteine in allen möglichen Farben (rot, grau, braun, weiß, bläulich). Dieser malerische Ort ist leider oder auch zum Glück nur über F-Straßen erreichbar. Mit der grünen Biene war die Anreise nicht möglich und somit ging es ab mit dem Trekking Bus (Busplan) von Hella nach Landmannalaugar. Die Fahrt an sich war schon spektakulär: Wasserüberquerungen, ein Weg durch das pure Nichts – nur hin und wieder ein paar Schafe. Wer Probleme mit dem Rücken hat, sollte sich diese Fahrt gut überlegen. Am Ende der Welt angekommen, kommt man aus dem Staunen nicht heraus und es gibt einige Wanderwege zur Auswahl. Am liebsten wäre ich dort mehrere Tage geblieben – absolut empfehlenswert und mit Nichts zu vergleichen! Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Landmannalaugar

Landmannalaugar

Landmannalaugar

Farbenvielfalt deluxe

Schwarzer Strand. Im starken Kontrast dazu die weiße Gischt. Das tosende Meer. Die gewaltige Brandung. Als das und noch viel mehr, gibt es in Dyrhólaey zu bestaunen. Dieser Ort präsentierte sich von seiner wilden Seite. An diesem Tag stürmte und regnete es vom Feinsten und dennoch hätte ich mehrere Stunden direkt am Felsen stehen und mir das salzige Wasser ins Gesicht schlagen lassen können. Eigentlich wollte ich dort unbedingt das Felsentor sehen, doch leider war es viel zu nebelig.

 

Und was war nun das absolute Highlight im Süden VON Island?

Das Gebiet um den Vatnajökull beeindruckte mich am meisten. Gletscher, Schnee, Eis und die starken Kontraste haben mich verzaubert. Die Gletscherzungen erstrecken sich an den Hügeln bis hin zu Straße und wecken den Eindruck, dass sie einen mit auf den Berg ziehen wollen. Eine Wanderung im Nationalpark zieht einen noch mehr in den Bann dieser Eisgiganten. Wer gerne das Eis hautnah erleben kann, hat die Möglichkeit verschiedene Gletschertouren zu machen. Für mich war die Gletschertour ein unvergessliches und faszinierendes Erlebnis. Wir wanderten mit Steigeisen und Pickel direkt die Gletscherzunge hinauf und haben von unserem Guide die wichtigsten Eigenschaften des Gletschers gelernt. Sehr empfehlenswert. Wer nun Lust bekommen hat, hier gibt’s mehr Infos: Gletschertour (Buchen im Vorhinein lohnt sich, wir mussten leider nehmen, was noch übrig war)

Gletscherzungen

Gletscherzungen

Wo viele Gletscherzungen und Gletscher sind, gibt es natürlich auch Gletscherlagunen. Die bekannteste und auch atemberaubendste ist Jökulsárlón und dort würde ich gerne mein Ferienhaus haben. Diese Lagune ist 18 km² groß und mit 248 m der tiefste See Island. Diese Daten sind schon sehr beeindruckend aber noch beeindruckender ist die Szenerie vor Ort: ein riesiger See, darin treibende Eisberge und Eisschollen in den verschiedensten Farben (weiß, blau, schwarz, glasklar), im Hintergrund eine riesige Gletscherzunge und der Gletscher himself, mittendrin Robben und immer wieder umfallende Eisberge. Na, schon Lust bekommen? Ich habe mir meinen Campingstuhl geschnappt, mich ans Wasser gesetzt und die Zeit komplett vergessen.

Jökulsárlón

Jökulsárlón

Jökulsárlón

Ohne Worte

 

Die Kurzfassung des vielen Blabla’s:

Der Süden von Island ist faszinierend und großartig. Die gefahrene Strecke exkl. Bustour nach Landmannalaugar sind ca. 630 Kilometer. 6 Tage waren für dieses Programm ausreichend – natürlich ist immer Luft nach oben.
Die absoluten Must-See’s sind:

  • Gletscherlagune Jökulsárlón
  • Dyrhólaey
  • Landmannalaugar
  • Vatnajökull Gletschertour
  • Hjálparfoss
  • Seljalandsfoss

Du hast mich nun auf folgender Route begleitet:

Reiseroute Süden Island

Reiseroute Süden Island © Google Maps

 

2 Gedanken zu “Der faszinierende Süden Islands

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